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Labordiagnostik

Inhouse-Laboruntersuchungen zur Diagnosestellung sofort

Anders als in vielen humanmedizinischen Praxen, stellt insbesondere  die Untersuchung von Blut-, Urin-, Kot-, Hautproben und Punktaten im hauseigenen Labor in der Tiermedizin eine wichtige Hilfe bei der Diagnostik und in der Therapiekontrolle dar.

Da in unserer Klinik die Resultate in der Regel binnen kürzester Zeit vorliegen, können so gleich gezielte Therapiemaßnahmen eingeleitet werden, ohne auf externe Laborergebnisse warten zu müssen und oft wertvolle Zeit zu verschwenden.

Laboruntersuchungen

Kotuntersuchungen

Sie dienen vorwiegend dem Nachweis von Darmparasiten, zu denen neben Würmern auch einzellige Parasiten und Flagellaten gehören – also Erreger, die mit der „normalen“ Wurmkur nicht abgetötet werden. Da einige der beim Hund relevanten Darmparasiten auch auf andere Tiere und/oder den Menschen übertragbar sind, werden die Resultate und die erforderlichen Maßnahmen mit Ihnen eingehend besprochen.

Durchgeführt werden Sedimentations- und Flotationsverfahren sowie der sehr sensitive Nachweis des wichtigen Durchfallerregers Giardia mittels PCR-Technik (Schnelltest).

Urinuntersuchungen

Zahlreiche Erkrankungen von Niere und Harnwegen, aber auch zahlreich andere Erkrankungen können zu Veränderungen im Urin führen.

Beim Urinstatus (Prüfung des spezifischen Gewichts, Untersuchung mittels Teststreifen und mikroskopische Untersuchung des sogenannten Sediments nach Zentrifugieren der Probe)  können Rückschlüsse auf mögliche Ursachen für vermehrtes Trinken/vermehrten Urinabsatz mit oder ohne Inkontinenz gezogen werden sowie zahlreiche Erkrankungen der oberen und unteren Harnwege sowie der Prostata diagnostiziert werden. Falls weiterführende Untersuchungen indiziert sind, können diese im spezialisierten externen Labor angeschlossen werden.

Blutuntersuchungen

Neben der Untersuchung einer kompletten Blutbildes (Zahl und Differenzierung der weißen Blutkörperchen, der roten Blutkörperchen und der Blutplättchen) können verschiedene Organprofile, Elektrolyte, Gerinnungsparameter sowie Blutgasanalyse angeboten werden. Sie sind insbesondere bei der Diagnostik von Leber- und Nierenerkrankungen, bei Stoffwechselerkrankungen und bei manchen Endokrinopathien hilfreich. Das inhouse-Blutlabor kommt  insbesondere bei Notfallpatienten (Schock, Magendrehung, Gebärmuttervereiterung etc.) zum Einsatz, weil die entsprechenden Tests schnell und gezielt eingesetzt und die erforderlichn Notfallmaßnahmen entsprechend zügig eingeleitet werden können.

In der Routinediagnostik (beispielsweise im Rahmen der Abklärung einer Narkosefähigkeit  bei einer geplanten Operation) werden wir mit Ihnen besprechen, ob wir die erforderlichen Parameter im externen Labor messen lassen, was eine zeitliche Verzögerung von etwa einem Tag bedeutet, aber kostengünstiger ist.

Für Katzen bieten wir auch Blut-Schnelltests auf Leukose (FeLV) und FIV („Katzen-AIDS) an.

Hautuntersuchungen

Die Dermatologie stellt einen der wichtigsten Bereiche unserer Klinik dar, dementsprechend umfassend ist die Ausstattung des hausinternen dermatologischen Labors.

Gerade bei Hauterkrankungen werden die wichtigsten und häufigsten Ursachen nicht über Blutuntersuchungen diagnostiziert, sondern über mikroskopische Untersuchungen. Gerade beim Nachweis von Parasiten, einer der Hauptursachen für Hautveränderungen und überdies nicht selten ansteckend für Kontaktpersonen/-tiere, wird, sollte  die Untersuchung der entnommenen Proben umgehend nach der Entnahme erfolgen – zu groß ist das Risiko eines falsch-negativen Befundes, wenn die Probe erst ins externe Labor transportiert und dort untersucht werden muss.

Dementsprechend führen wir die Entnahme und mikroskopische Untersuchung von Hautgeschabseln, ferner Trichogramme und Klebeband-Abklatsche durch. Diese Untersuchungen sind praktisch schmerzfrei und können ohne Probleme am nicht sedierten Tier durchgeführt werden.

Besteht der Verdacht auf eine (grundsätzlich immer äußerst ansteckende!) Hautpilzinfektion, werden neben den ersten Screening-Untersuchungen beispielsweise mit der Wood´schen Lampe auch Pilzkulturen mit Erregerbestimmung durchgeführt, damit die Eradikation des jeweiligen Hautpilzes am Tier und in der Umgebung auch zuverlässig erfolgt.

Eine besondere Rolle in der dermatologischen Untersuchung spielen auch die zytologischen Untersuchung, die in den meisten Fällen als Abklatschproben, aber auch als Abrollproben (beispielsweise aus dem Gehörgang bei Ohrentzündungen) oder eventuell durch Aspiration bei knotigen Veränderungen gewonnen werden. Nach differenzierender Färbung werden diese Proben bei 1000facher Vergrößerung mikroskopisch untersucht und können Auskunft darüber geben, welcher Keim für die Veränderung verantwortlich ist (Bakterien, Hefepilze etc.), welche Entzündungszellen vorliegen, ob eventuell Tumorzellen vorhanden sind etc.

Wie bereits erwähnt, sind Blutuntersuchungen bei dermatologischen Patienten oft nicht zielführend, weil die meisten Hauterkrankungen über Blutuntersuchungen nicht diagnostiziert werden können, d.h. normale Blutergebnisse viele  Hauterkrankungen nicht ausschließen. Umgekehrt sind Blutuntersuchungen wie beispielsweise Allergieuntersuchungen oder die Bestimmung eines einzigen Parameters wie T4 ebenso wenig diagnostisch, wenn sie verändert sind. Hier gilt: die Diagnose wird klinisch gestellt (bei Allergien), oder es werden gezielte Blutuntersuchungen und Funktionstests eingeleitet (bei hormonellen Störungen). Dies werden wir mit Einzelfall mit Ihnen diskutieren und Ihnen einen diagnostischen Plan mit entsprechender Kostenaufstellung erstellen, ehe diese Untersuchungen im externen Labor in Auftrag gegeben werden.

Externe Untersuchungen

Für bestimmte Untersuchungen arbeiten wir mit renommierten externen veterinärmedizinischen Labors zusammen, die teilweise einen Übernacht-Kurierdienst anbieten, so dass die Proben sicher am nächsten Vormittag im Untersuchungslabor sind und dort untersucht werden können.

Nach der aktuellen Tierärztlichen Hausapothekenverordnung (TÄHAV), die am 1. Mai 2018 in Kraft getreten ist, sind wir in manchen Fällen verpflichtet, im externen Labor eine bakteriologische Untersuchung mit Resistenzprüfung der beteiligten Keime durchführen zu lassen. Dies gilt dann, wenn wir bestimmte Antibiotika einsetzen möchten, die nach dem klinischen und zytologischen Befund sinnvoll sind. Eine kulturelle Untersuchung mit Resistenzprüfung im Hinblick auf die Wahl des optimalen Antibiotikums wird i.d.R. bei tiefen und/oder chronischen Infektionen der Haut sowie bei chronischer Otitis empfohlen.