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Home / Fachabteilungen /  Dermatologie /  Wichtige Hauterkrankungen von A - Z /  Schwarzfärbung der Haut. 18.10.2019

Wie entsteht eine Schwarzfärbung der Haut?

Eine schwarze Färbung der Haut kann entweder durch eine erhöhte Zahl pigmentbildender Zellen (Melanozyten) oder durch eine vermehrte Pigmentproduktion der vorhandenen Zellen hervorgerufen werden.

Sind mehr Melanozyten da, ist die Schwarzfärbung normalerweise örtlich gut begrenzt, wie beispielsweise bei Sommersprossen bzw. den Lentigines bei roten Katzen (schwarze kleine Flecken an Lefzen, Augenlidern etc.)

Die Epidermis selbst ist unverändert, die Flecken entwickeln sich meist in jugendlichem Alter (erblich bedingt) und verändern sich nicht.
Eine vermehrte Pigmentproduktion dagegen kann verschiedenste Ursachen haben und ist meist die Folge anderer Erkrankungen, meist mit entzündlichen Reaktionen verbunden.

Welche Ursachen sind wichtig?

Die häufigste Ursache sekundärer Hyperpigmentierung ist zweifellos die sogenannte postinflammatorische Hyperpigmentierung, die v.a. nach bakteriellen Entzündungen auftritt: In der Spätphase der bakteriellen Entzündung, kurz vor dem sichtbaren Abheilen, kommt es zu einer vermehrten Melaninproduktion im Zentrum der Läsion, oft noch mit einem sichtbaren roten Rand.

Da bakterielle Entzündungen ihrerseits zahlreiche Primärerkrankungen haben, werden postinflammatorische Depigmentierungen bei vielen Hauterkrankungen, nämlich Demodikose, Allergien, hormonelle Störungen, parasitären Erkrankungen etc. etc. gesehen.

Ein zweiter wichtiger Mechanismus ist die Hyperpigmentierung ohne vorangegangene Entzündung bei allen Erkrankungen, die zu Haarverlust führen: Da die Epidermis beim Hund sehr viel dünner ist als beim Menschen und das Harkleid einen großen Teil des UV-Schutzes der darunterliegenden Zellen übernimmt, setzt bei Haarverlust sehr schnell eine Schwarzfärbung und Verdickung der Haut als Schutzmechanismus ein.

Bestimmte Hodentumoren bei älteren Hunden können als Frühsymptom zur Bildung zahlreicher schwarzer Flecke im Bauch- und Innenschenkelbereich führen.

Was tun bei Melanomen?

Melanome können bei Hunden und Katzen natürlich auch vorkommen, speziell bei dunkleren Tieren. Viele Melanome im Hautbereich sind gutartig, allerdings kann eine sichere Einordnung immer nur durch histologische Untersuchung, also nach ihrem Entfernen, erfolgen.

Bösartige Melanome treten v.a. bei älteren Tieren auf (etwa mit 9-10 Jahren). Pigmentierte Tumoren im Bereich der Mundhöhle und der Krallenbetten sind bei Hunden meistens bösartig, bei Katzen solche im Bereich der Augenlider. Sie sollten schleunigst und großzügig entfernt und die Patienten auf Metastasen untersucht werden.



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