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Home / Fachabteilungen /  Dermatologie /  Wichtige Hauterkrankungen von A - Z /  Schuppenbildung. 18.10.2019

Wie entstehen Schuppen?

Die Erneuerung der Haut ist ein permanenter Prozeß, bei dem normalerweise ein Gleichgewicht zwischen den produzierten und den als unsichtbare Schuppen abgestoßenen, abgestorbenen Keratinozyten besteht. Werden entweder zu viele Zellen produziert, die Zellen vorzeitig abgestoßen oder fehlerhaft gebildet, werden Zellen im Zellverbund, also als schuppen sichtbar, abgestoßen.

Was sind ölige und trockene Seborrhoe?

Nicht ganz korrekt wird das vermehrte Abstoßen von Zellen als Seborrhoe bezeichnet. Ist sie mit vermehrter Talgproduktion verbunden, spricht man von öliger Seborrhoe mit in der Regel großen, gelblichen, festhaftenden Schuppen. Bei der trockenen Seborrhoe wird wenig Talg produziert, die Schuppen sind klein, weiß und liegen locker auf dem Fell.

Was ist eine primäre Seborrhoe?

Eine primäre Seborrhoe ist eine angeborene Störung der Zellerneuerung (Keratinisierung), die nicht als Folge anderer Erkrankungen auftritt. Besonders gut erforscht ist die primäre oder idiopathische ölige Seborrhoe bei Westhighland White Terrier und American Cocker Spaniel, bei denen die Zellteilungsaktivität 3-4 mal höher ist als bei gesunden Tieren. Da auch die Talgdrüsen eine entsprechend zu hohe Produktion zeigen, neigen solche Tiere am ganzen Körper, einschließlich Ohren und Pfoten, zu fettiger, schuppiger Haut bzw. zu enorm gesteigerten produktion von Ohrschmalz, was wiederum einen idealen Nährboden für ständige Sekundärinfektionen mit Bakterien und Hefepilzen bedeutet. Eine primäre trockene Seborrhoe tritt bei Dobermann und Irish Setter auf.

Was ist eine sekundäre Seborrhoe? Welche Ursachen kann sie haben?

Sekundäre Seborrhoen sind ungleich häufiger als primäre. Alle Entzündungsreaktionen, beispielsweise durch Bakterien, Hefepilze oder Dermatophyten, können zu sekundärer Seborrhoe führen. Besonders häufige Ursachen sind auch Ektoparasiten (v.a. Cheyletiellen und Flöhe), hormonelle Störungen (v.a. Schilddrüsenunterfunktion und Cushing-Erkrankung) und alle allergischen Erkrankungen. Auch Faktoren wie Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Licht, Ernährung (Mangel an bestimmten Fettsäuren), häufiges Baden mit ungeeigneten Präparaten sowie manche Tumorerkrankungen haben Einfluß auf die zelluläre Desquamation und die Talgproduktion, können also zu vermehrter Schuppenbildung führen.



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